Valentin Rapp ist deutscher Meister 2026!

Valentin Rapp hat deutsche Squash-Geschichte geschrieben.
Der Spieler der Sport-Insel Stuttgart ist neuer Deutscher Einzelmeister 2026 – und dieser Titelgewinn ist weit mehr als ein persönlicher Erfolg. Mit seinem Triumph bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in Hamburg beendete Rapp eine außergewöhnliche Serie: Seit 2007 kamen mit Simon Rösner und Raphael Kandra die deutschen Herrenmeister vom Paderborner SC. Fast zwei Jahrzehnte lang schien diese Dominanz unantastbar – bis nun ein Stuttgarter wieder ganz oben steht.
Unser deutscher Meister Valentin Rapp (Mitte) mit seinen Kontrahenten Vizemeister Raphael Kandra (links) und Drittplatziertem Yannik Omlor (rechts) – Bild: Henning Angerer
Schon der Turnierverlauf der 51. DUCAT Deutschen Einzelmeisterschaft (DEM) im Sportwerk in Hamburg (06.02. – 08.02.2026) zeigte, dass Rapp in bestechender Form nach Hamburg gereist war. In der ersten Runde setzte er sich mit 3:1 gegen Florian Stöger durch. Im Viertelfinale folgte ein souveräner 3:0-Erfolg gegen Yukhym Bielikov, der vor allem durch Rapps konsequentes Angriffsspiel und seine Ruhe in den entscheidenden Phasen geprägt war. Im Halbfinale wartete mit Yannik Omlor, dem an Position zwei gesetzten Hamburger, eine echte Standortbestimmung. Rapp spielte auch hier taktisch diszipliniert und dominierte Omlor vor allem durch sein zwingendes Angriffsspiel – der Finaleinzug war der verdiente Lohn.

Valentin Rapp im Finale – Bild: Henning Angerer

Im Endspiel kam es schließlich zum Duell mit dem amtierenden 7-fachen Meister Raphael Kandra vom Paderborner SC, der die deutsche Szene seit Jahren prägt und aktuell Position 37 der Weltrangliste belegt – und damit rund 150 Plätze vor Rapp liegt. Doch die Papierform spielte an diesem Tag keine Rolle. Rapp erwischte einen starken Start, ging mit 2:0 in Führung und setzte Kandra früh unter Druck. Der Favorit kämpfte sich zwar zurück in die Partie, doch Rapp blieb mental stabil, variierte klug das Tempo und belohnte sich am Ende mit dem größten Erfolg seiner bisherigen Karriere:
dem Gewinn der Deutschen Einzelmeisterschaft 2026.

Die historische Dimension dieses Titels wird beim Blick in die Vergangenheit besonders deutlich. Seit 2007 hatte der Paderborner SC ununterbrochen die deutschen Herrenmeister gestellt. Dass diese Serie nun endet, ist ein Einschnitt für den deutschen Squash.
Bemerkenswert ist zudem die Parallele: Der letzte deutsche Meister vor Beginn dieser Paderborner Erfolgsära kam ebenfalls aus Stuttgart – Simon Baker. Knapp 20 Jahre später schließt sich der Kreis, und mit Valentin Rapp reiht sich erneut ein Stuttgarter in die Liste der besten deutschen Spieler ein.

„Es ist ein schönes Gefühl, aber irgendwie noch kaum zu realisieren. Vor allem wenn der Traum endlich wahr wird, wenn man schon das fünfte Finale spielt, oft im Halbfinale war, oft knapp verloren hat. Dass es dann endlich geklappt hat, ist umso schöner. Vor allem dann mit so einer Performance, wo alles lief, da bin ich sehr glücklich und freue mich einfach, dass es endlich geklappt hat!“, erklärte Rapp.

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