Squash in Baden-Württemberg

Interview mit dem Landestrainer Gässler

G.G.: Patrick, Du bist jetzt seit drei Jahren der verantwortliche Landestrainer für die Jugend, wie ist der aktuelle Stand bei der Jugendarbeit in BW? Wo stehen wir, ist ein Trend erkennbar?

P.G.: Momentan haben wir einen BW-Kader von 13 Jugendspielern, die auch bei den deutschen Ranglistenturnieren antreten. Diese stellen sich hauptsächlich zusammen aus Jugendlichen der Stuttgart Devils, SC Olimpus Magstadt und des SC Karlsruhe. Aber auch weitere Vereine kommen mittlerweile mit Spielern hinzu, wie z.B. vom SC Markgräflerland, SI Stuttgart, Moskitos Waiblingen, SC Nürtingen oder vom SC Wiesloch.
Zu Beginn meiner Amtszeit waren es gerade einmal 6-7 Spieler bei den deutschen Ranglisten, ein Aufwärtstrend ist hier also deutlich zu erkennen, darunter sind erfreulicherweise wieder mehr Mädchen dabei.
Auch bei uns im Verband ist die Beteiligung an BW-Jugendranglistenturnieren rege gewachsen, die Teilnehmerzahlen bewegen sich hier mittlerweile bei mindestens >40 Jugendlichen pro Turnier.



G.G.: Wie sah deine Arbeit in der vergangenen Saison 2015/16 aus?

P.G.: Die Umstrukturierung mit einer Unterteilung in Anfängergruppen, Förderkader und Kaderspieler hat sich als richtig erwiesen, das zeigen die gestiegenen Teilnehmerzahlen.
So ergibt sich für die Neueinsteiger wie für die starken Kaderspieler ein optimiertes und nahezu ausgeglichenes Trainings- und Wettkampfangebot.
Mit den höheren Teilnehmerzahlen entstehen wiederum neue Möglichkeiten zur Umsetzung von neuen Strukturen und Trainingsprogrammen. So sind regelmäßige Trainingscamps wie z.B. im Landesleistungszentrum in Kornwestheim ein Teil meiner Arbeit, Talentsichtungen oder  Einzeltraining für die Kaderspieler.
Die Vorbereitungen von Leistungsnachweisen und –diagnostik, Camps, Ranglistenturnieren und Meisterschaften nehmen einen Großteil meiner Zeit in Anspruch, mein Terminkalender ist in diesen Tagen daher gut gefüllt.


G.G. : Am vergangenen Wochenende fanden die deutschen Jugendmeisterschaften im Einzel in Waiblingen statt, wie sieht hier dein Fazit aus? Wie haben wir im bundesweiten Vergleich abgeschnitten?

P.G. : Die bundesweite Beteiligung war an und für sich gut, wir hatten insgesamt fast 100 Spieler aus ganz Deutschland, die in verschiedenen Altersgruppen um die Titel kämpften. Bei den Jungen war die Beteiligung wie erwartet stark, bei den Mädchen war die Beteiligung dagegen durchgehend leider nicht so groß, so hatten wir bei den U11 (2 Teilnehmer), U13 (5) und U19 (3) nur kleine Wettkampffelder, hier herrscht noch Handlungsbedarf für die kommenden Jahre.
Mit dem Abschneiden unserer BW-Spieler in Waiblingen bin ich aber sehr zufrieden, auch wenn wir durch die Setzungen in den einzelnen Altersgruppen Nachteile hatten. Dies kommt daher, dass bisher in die Ranglistenposition auch das Ergebnis der vergangenen Meisterschaften einfloss, dadurch entstand meiner Meinung nach ein Nachteil für diejenigen Jugendlichen, die sich innerhalb eines Jahres stark verbesserten haben oder für diejenigen, die z.B. im Vorjahr nicht dabei waren.
Dieser Modus wird nun zum Glück geändert, so dass nur noch die tatsächlich gespielten Ranglistenturniere berücksichtigt werden, ohne dem Ergebnis der vergangenen Meisterschaften. So erhoffen wir uns für die Meisterschaften im kommenden Jahr, welche auch wieder hier bei uns im Ländle statt finden, eine bessere Ausgangsposition.
Gerade für diejenigen BW-Kaderspieler, die sich in der vergangenen Saison deutlich verbessert haben, war diese Setzung sehr unglücklich, da sie zum Teil schon in den ersten Runden gegen Top gesetze Spieler antreten mussten, siehe z.B. den amtierenden BW-Meister Jan Siegle, Frederik Eichmeier (U19, beide Stuttgart Devils) oder Nils Schwab (U17, aus Magstadt). Sie alle mussten sich nach guten Spielen gesetzten Spitzenspielern geschlagen geben, legten aber trotz allem ein sehr gutes Turnier hin.
Gekrönt wurden die guten Leistungen unserer Spieler durch den Meistertitel von Robin Ebert, der sich auf dem Glascourt nach hart umkämpften fünf Sätzen gegen den Top gesetzten Loic Hennard durchsetzen konnte.
Des Weiteren möchte ich noch Vizemeisterin Saskia Knobling (U19, Devils), die drittplatzierte Lea-Iris Murizzi (U13, Devils) und Vizemeisterin Maja Weishar (U11, Waiblingen) erwähnen, die erfolgreich auf dem Treppchen landeten. Außerdem hat Dennis Welte (U13, Devils) bei seiner zweiten deutschen Meisterschaft den fünften Platz erreicht, hierbei schlug er unter anderem den zweitplatzierten Niklas Niepelt (Mönchengladbacher SC) und gewann vier seiner fünf Spiele.
Insgesamt war ich mit allen Spielern sehr zufrieden, sie haben sich die letzten Turniere allesamt verbessert, es ist eine sehr schöne Tendenz zu erkennen, die Lust auf mehr macht, sei es bei den Kids und auch bei mir auf Trainerseite.
Das Ziel für das nächste Jahr für mich bereits definiert; und das bedeutet drei Meistertitel nach Baden-Württemberg zu holen!


G.G. Wie ist der Ausblick für 2016/17, kannst Du da schon etwas sagen? Was wird passieren, wie fangen wir den momentanen Aufwärtstrend am effektivsten auf?

P.G. Das Ziel zum jetzigen Zeitpunkt besteht darin, den vorhandenen Kader weiter aufzustocken und auch weiterhin mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln auf neuestem Stand der Sportwissenschaft zu trainieren, d.h. strukturiertes und modernes Training anzubieten. Dafür sind auch wieder Sichtungen, Kadertraining und Camps geplant.
Qualitativ ist die Spitze zwar nicht mehr so dicht wie in meinen Jugendtagen damals, aber das Ziel muss sein, diese Breite wieder zu erreichen, denn nur mit einer breiten Basis ist auch ein Spitzensport zu gestalten, der daraus hervor geht.
Der Trend setzt sich auch über diese Saison hinaus fort, so dass wir relativ gut planen können.
Zwei Jugendliche werden dann nicht mehr dabei sein, so gab es für Saskia Knobling (Devils) und Florian Mazura (Karlsruhe) in Waiblingen von Verbandsseite aus eine gebührende Verabschiedung in das Aktivengeschehen. Sie werden nächste Saison nicht mehr für die SRLV Jugend an den Start gehen, dafür wird man sie aber in den Ligen bei den Spieltagen und bei Turnieren hoffentlich auch weiterhin sehen, viel Erfolg und Glück auch von meiner Seite aus!

Zu den Einzelergebnissen geht’s hier:

Das Gespräch mit Patrick Gässler führte Günal Günsav.

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